Logo Anne Hebert

Atelier & Manufaktur Naturharmonie

Zertifizierte Kursleiterin Shinrin Yoku & QiGong
Zertifizierte Wildkräuterexpterin/Kräuterpädagogin
Coach für Mindfulness & Ayurveda

Waldbaden / Waldatmen

Shinrin Yoku-Eintauchen in die Waldluft mit allen Sinnen, auf Deutsch Waldbaden

Shinrin Yoku - das Wort der ganzheitlichen Gesundheit - ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen.

Viele Menschen verbinden leider das Waldbaden (deutsche Übersetzung) mit:"... ich gehe in den Wald und umarme Bäume..."

Das ist sehr schade, denn dem ist nicht so! Shinrin Yoku ist so viel mehr, wie die Übersetzung schon erahnen lässt:

Wenn Menschen Terpene riechen und einatmen, schaltet der Körper sofort in einen Heilungs- und Entspannungsmodus. Terpene sind die natürlichen Duftstoffe, die Bäume und Pflanzen nutzen, um sich vor Schädlingen zu schützen oder miteinander zu kommunizieren. Unsere Vorfahren haben Jahrhunderttausende in und mit der Natur gelebt, somit versteht unser Körper die chemischen Signale der Bäume unbewusst wie eine vertraute "Sprache".

 

Wer das originale Gesundheitstraining erleben will, der kann in meinen Kursen lernen, bei bewussten Atemübungen und sanftem "Schlendern" (oder wie es eine Teilnehmerin mal so liebevoll gesagt hat "flanieren") in eine Entspannung und innere Ruhe zu kommen. Beim bewussten Auftreten -Schritt für Schritt sich wieder besser wahrnehmen und bei Achtsamkeitsübungen zu sich selbst finden, oder mal die Blickrichtung ändern - Augenentspannungen praktizieren. Leichte Qi Gong Übungen (Qi Gong ist ein fester Bestandteil im originalen japanische Shinrin Yoku) helfen die Lebensenergie wieder zu aktivieren, zu sammeln und zu spüren.

Das achtsame Verweilen im Wald ist historisch kein rein japanisches Phänomen. In Europa erkannten bereits Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen im Mittelalter und Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert die heilenden Kräfte der Waldluft und der Natur. Japan hat diese Naturerfahrung jedoch als erstes Land systematisiert, wissenschaftlich erforscht und medizinisch verordnet.

Aus Neugier zur alten Kräuterkunde habe ich diese Ausbildung gemacht und kann so auch in meinen Kursen altes Kräuterwissen und dessen  Nutzen weitergeben. (Achtung! Man muss immer wissen, was man in der Hand hält, es gibt auch giftige Kandidaten). Haben sie gewusst, dass man mit Efeublättern Wäsche waschen kann - gut vielleicht nicht gerade Weißwäsche -, der Löwenzahn so viel mehr kann, mit dem Seifenkraut selbst Seife herzustellen, dass der Waldziest so viel mehr ist und warum die Menschen früher Harz gekaut haben. Wofür wurde der Farn verwendet? Was machte man mit getrockneten Brennnesseln? Es gibt so viel von der Natur, was wir wieder lernen/ entdecken können - von dem zu Ruhe kommen bis hin zum eigenen Nutzen. All das verbinde ich in meinen Kursen. Ich denke die Kombination aus Shinrin Yoku, Qi Gong und Kräuterkunde ist die Basis, die alles miteinander verbinden kann.

Zum Abschluss gibt es noch eine schöne Erinnerung an den Kurs.

Ich freue mich auf eine gemeinsame Zeit mit Ihnen.

Ich habe in meiner Ausbildung einen treffenden Satz gelernt: "Dem Geist wird es müde, er geht schlafen".

Natürlich gibt es eine sogenannte Solozeit im Shinrin Yoku, nur der Baum und ich. Aber was ich in dieser Zeit mache, ist mir überlassen. Ob ich mit meiner Nase den Terpenen folge (Duftstoffe der Bäume), mit meinen Ohren dem Rauschen der Blätter zu höre, mit meinen Augen das Licht- und Schattenspiel verfolge, die Rinde des Baumes ertaste oder das Harz des Baumes probiere - alles ist möglich. 

Manchmal habe ich das Gefühl, es ist eine Reise zurück in die Kindheit. Dinge wiederentdecken, die uns durch den Alltag und permanenten Stress abhanden kamen.

Immer wieder höre ich: "... ich gehe selbst in den Wald, ich bin viel in der Natur, ich gehe mit meinem Hund Gassi - ich brauche das nicht...". Auch das ist schade, denn Shinrin Yoku ist so viel mehr und eine echte Chance für jeden von uns in diesem geschützen Raum "Wald" unsere Reserven wieder zu füllen und mit uns selbst Zeit zu verbringen. Ein ehemaliger Teilnehmer, der erst in meinem Kurs war und dann in meinem Vortrag hat es so erklärt: "... es ist etwas ganz anderes, man kann es nicht beschreiben, man muss es selbst erleben. . . .".

Gehen wir mal zurück zur Entstehung von Shinrin Yoku:

Anfang der 80èr Jahre gab es in Japan  Karoshi - Tot durch Überarbeitung - und die Suizidrate war extrem hoch. Man beschloss, den Menschen zu helfen . Es wurden Studien in Krankenhäusern mit Patienten durchgeführt, die auf etwas grünes (Wald. Wiese . . . ) und Patienten, die auf eine weiße Wand geschaut hatten. Die Probanden mit dem grünen Ausblick sind deutlich schneller genesen, mit weniger Medikamenten. Weitere Studien belegen, dass allein das Riechen der Terpene und die Farbe Grün uns sehr gut tut (weitere nachgewiesenen Effekt s.u.).  Nicht umsonst gibt es in Japan und Südkorea Shinrin Yoku auf Rezept / Krankenschein - es ist ein fester Bestandteil der staatlichen Gesundheitsvorsorge. Mittlerweile gibt es dort auch abgewandelte Angebote für Rollstuhlfahrer und Menschen, die nicht gut zu Fuss sind.

Wer sich auf diese kleine Auszeit einlässt, der kann aus meiner Sicht nur dazu gewinnen. Die erlernten Praktiken lassen sich gut und einfach in den Alltag integrieren, und vielleicht nimmt man auch noch etwas Kräuterwissen mit und betrachtet beim nächsten Besuch im Garten oder im Wald die Natur mit ganz anderen Augen.

Die vielen positiven Effekte des Waldbadens:

  • Sauerstoffsättigung steigt über 90% an
  • wirkt sich positiv auf Angststörungen und Depressionen aus
  • kann Burnout vorbeugen
  • stärkt das Immunsystem
  • wirkt positiv auf den Blutdruck
  • verringert die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin
  • senkt den Blutzuckerspiegel
  • reduziert Stress und Anspannung
  • beugt vielen Krankheiten vor
  • stärkt die Gefühle von Ruhe, Geborgenheit, Wohlbefinden, Entspannung usw.
  • verbessert die Schlafqualität

Quelle: Die Studie "Shinrin-Yoku (Forest Bathing) and Nature Therapy: A State-of-the-Art Review" (2017) untersuchte 127 andere Studien und Ergebnisse.